CDs

Auf ihrem bandeigenen Indie-Label haben Die Kleinen Götter drei Longplayer veröffentlicht. Eine Zeitreise gegen die Zeit:

Zuhause (2008)

zuhause4.jpgWer seine Platte ZUHAUSE nennt, möchte etwas Privates von sich erzählen. Stimmt. Aber Die Kleinen Götter gehen auf ihrem neuen Album noch zwei Schritte weiter. Sie klingeln bei Ihren Zuhörern an der Tür, um Sie mit einem heftig wehenden Indiepop-Punkrock-Rückenwind bei den zwei, drei großen Momenten abzuholen, die das Leben bietet. Mit starken Bildern, textlicher Tiefe und hintergründigen Slogans zum An-die-Wand-schreiben; mit großen Melodien, lauten Gitarren und einer punktgenauen Energie. Und mit einer auf die Essenz reduzierten Schlichtheit, bei der kein pompöser Ballast und Firlefanz die Gefühlsautobahn zwischen Herz und Kopf verstopft. Irgendwo zwischen Generationshymnen und dem Soundtrack für die nächste innere Revolution istda eine Platte mit maximalem Identifikationspotential entstanden. Musik, die zuhause mit Kopfhörern ebenso funktioniert wie auf dem Dancefloor einer Alternative-Disco nachts um halb vier. ZUHAUSE sind 12 intelligente Lieder als eine große Einladung an den Hörer, um zu sich selbst nach Hause zu finden. In den immer wieder komplizierten Situationen im Leben. Vor allem aber auch dann, wenn alles gut geht. „Zuhause“ ist bei aller Melancholie eine von fast grenzenlosem Optimismus geprägte Platte. Sie zu hören gibt Kraft.

mehr…

Der Schatz der Riffpiraten (2005)riffpiraten.jpg

Irgendwann kurz vor ihrem 10-jährigen Bandjubiläum hatten Die Kleinen Götter begonnen, erwachsen zu werden. Sie begannen, die Welt zu entdecken. Menschlich, musikalisch, textlich und auch ganz realverteilt über drei Städte. Vier Leben rannten. Und hielten 2005 eine Weile inne, um gemeinsam Musik zu werden. Irgendwo zwischen Kettcar und den Ärzten hatten Die Kleinen Götter eine Schatztruhe gefunden – und sich dort reichlich mit losbretternden Gitarren, intelligenten Texte und gelegentlich mäusequiekenden Keyboards bedient. Im Ergebnis nannten sie das „Der Schatz der Riffpiraten“. Das dazugehörende Augenzwinkern lieferten sie dabei in gezeichneter Form ab, denn das Artwork des Albums hatte die liebevolle Anmutung eines illustrierten Jugendbuchs in bester Fünf Freunde-Manier.

mehr..

Antipunk (2002)antipunk.jpg

In den ersten Jahren ihres Bandlebens hatten Die Kleinen Götter Verwirrung gesäht. Mit zweieinhalb Demo-CDs und bei vielen Live-Gigs traten sie unter dem Label ‚Punkrock‘ auf. Allzuoft bekamen die vier Konstanzer dabei von so genannten echten Punks mit schlechtem Atem zu hören: „Ihr seid doch gar keine Punks“. Stimmt, dachten sie, und machten daraus einen Titel für ihren ersten Longplayer. Dabei stand ihr Debüt-Album „Antipunk“ in Wahrheit noch stark im Zeichen des Fun-Punks weltbester Berliner Schule. Jede CD war mit einem handsignierten Polaroid bestückt – was wenn nicht das hätte mehr Punk sein können? Doch A***lecken hin, Rasur her, die CD verursachte einiges Aufsehen. Sie resultierte in über 10.000 Downloads ihrer damaligen Single und großen, abgefeierten Konzerten wie z.B. beim Southside Festival 2004.

mehr..

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: